Das Beste, das Sie für sich und andere tun können

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Im vorletzten Jahrhundert passierte es.

Ein Mann las die Morgenzeitung.

Zu seinem Horror sah er seine eigene Todesanzeige.

Die Zeitung hatte sich tatsächlich vertan und dachte, er wäre gestorben. Wie es den meisten von uns wohl auch gehen würde, so war er natürlich neugierig, was nun die Leute über ihn schreiben, nachdem er „gestorben“ war.

Tatsächlich stand auf einer Zeitungsseite die große Überschrift: "Dynamit-König stirbt." In dem Text wurde er beschrieben als der "Händler des Todes". Er war tatsächlich der Erfinder des Dynamits und hatte durch die Produktion von Vernichtungswaffen einen enormen Reichtum erwirtschaftet.

Die Beschreibung bewegte ihn zutiefst.

Wollte er wirklich bekannt sein als der "Händler des Todes".

Dieser Zeitungsartikel und der Schock sollte sein Leben verändern. Und das Leben vieler anderer retten. Eine heilende Kraft kam über ihn, wesentlich stärker als die zerstörerische Macht des Dynamits, das er jahrelang produziert hatte.

Von nun an investierte er seine ganze Energie und sein Geld für den Frieden und für humanitäre Projekte. Er wollte nicht mehr am Töten beteiligt sind. Er wollte Leben retten. Er wollte Frieden stiften. Er wollte einen wertvollen Beitrag leisten.

Heute ist dieser Mann nicht mehr als "Händler des Todes" bekannt, sondern als der Gründer des Nobel Friedenspreises.

Sein Name ist: Alfred Nobel.

Alfred Nobel hatte Glück: Er konnte frühzeitig umdenken, BEVOR es zu spät war. Die eigene Todesanzeige war dabei der bekannte Tritt in den Hintern.

 

Was wir von Alfred Nobel lernen können

Für Sie und mich muss es nicht die eigene Todesanzeige sein, die uns umdenken lässt. Wir alle haben die Möglichkeit und die Verantwortung, HEUTE darüber nachzudenken, wer wir morgen sein wollen und mit welchen Themen man uns verbinden wird.

Die Adventszeit startet bald. Eine ideale Zeit, um über wichtige Fragen nachzudenken. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns und anderen Menschen einen großen Gefallen tun, wenn wir uns ZEIT nehmen, NACHDENKEN und dann entsprechende ENTSCHEIDUNGEN treffen. Und all dies mit dem Ziel, dass wir selbst eine Persönlichkeit mit Profil werden.

Je früher und klarer ich mir darüber werde, wer ich SEIN möchte, desto ausgeprägter kann mein Profil werden. Ein Profil, das im eigenen Leben und bei anderen positive Spuren hinterlässt.

Natürlich geht es hier nicht um Dinge, die wir nicht ändern können. Mein Temperament und meine persönliche DNA kann ich nicht ändern. Aber gleichzeitig gibt es eine MENGE, die ich ändern kann – meine Denkweise, mein Verhalten, meine Gewohnheiten, meine Entscheidungen. All diese Dinge machen mich aus und geben mir ein entsprechendes     Persönlichkeits-Profil.

Mensch sein heißt ja niemals, nun einmal so und nicht anders sein müssen, Mensch sein heißt immer, immer auch anders werden können. (Viktor Frankl)

Was wir heute brauchen sind Menschen mit Profil. Menschen, die bereit sind, anders zu werden und die sich weiterentwickeln. Und allein die Tatsache, dass Sie diesen Artikel bis jetzt gelesen haben zeigt doch, dass Sie ebenfalls solch eine Persönlichkeit mit Profil sein möchten.

Deshalb mein Tipp: Nutzen Sie den letzten Monat des Jahres und nehmen Sie sich Zeit für wichtige Fragen des Lebens:
•    Wenn ich heute meinen eigenen Nachruf lesen würde – wäre ich mit den Beschreibungen über mein tatsächliches Leben und meine momentane Persönlichkeit zufrieden?
•    Wofür möchte ich in Zukunft gerne einstehen und welchen Beitrag will ich in diesem Leben leisten?
•    Welche Persönlichkeit möchte ich gerne entwickeln und wer will ich sein?

Für die nächsten Wochen wünsche ich Ihnen, dass Sie eine heilende Unzufriedenheit, ja vielleicht sogar ein gesundes Schockiertsein über Ihr momentanes Leben zulassen. Auf dass Sie daraufhin (wie Alfred Nobel) neue Schritte gehen und schon im nächsten Jahr schrittweise neue Denkweisen, Gewohnheiten und Persönlichkeitsmerkmale entwickeln.

Ich will auf jeden Fall dabei sein und mich weiterentwickeln. Sind Sie auch dabei?

 

Damit wir uns gegenseitig inspirieren und anspornen können, freue ich mich auf Ihren Kommentar.

Vielen Dank für Ihr Mitmachen!

2 Comments

  • Reiner Clemens

    Reply Reply Dezember 1, 2015

     

    Hallo Johannes Schulte, danke für den Anstoß zum Innehalten.Genau meine Meinung, denn als Mensch kann man nicht oft genug innehalten, sich Zeit zum reflektieren, der eigene Persönlichkeit im jeweiligen Umfeld, nehmen. Um so, sinnvolle und wichtige, Kurskorrekturen des Lebensweges vonehmen zu können. Wichtig für mich ist auch, nach einer Kursänderung nie zu vergessen, das es sich um einen Prozess handelt, der nicht von jetzt auf gleich einen anderen Menschen aus mir macht, ich also auch mal versagen darf, ohne mich direkt zu zerfleischen und als Versager zu fühlen. Gruß Reiner Clemens

  • Johannes Schulte

    Reply Reply Dezember 1, 2015

    Hallo lieber Reiner, vielen Dank für den inspirierenden Kommentar. Ja, es ist enorm wichtig, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass wir uns in einem Prozess befinden. Schrittweise nach vorne, immer mehr hin zu der Person, die wir werden wollen/können. Und wenn wir mal versagen, dann ist es kein Versagen auf ganzer Linie, sondern nur ein Schritt nach hinten – keine Tragödie. Genial, dass wir jeden Tag wieder die Gelegenheit haben, wieder aufzustehen und weiterzugehen. Liebe Grüße zurück, Johannes.

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